Ein leerer Hof spricht fürs Geschäft
WESER-KURIER - Osterholzer Kreisblatt
Presseartikel vom Dienstag 6. Juli 2010:
Das Ritterhuder Unternehmen Kähler vermietet und vermittelt Baufahrzeuge und -maschinen
Ritterhude. Der riesige Kettenbagger bearbeitet mit seinem Grabenräumlöffel schon seit Stunden den Deich. Plötzlich stottert der Motor. Für den Baggerführer kein Anlass zur Panik. Er weiß, dass in Kürze ein Monteur von Kähler auftauchen wird, um den Fehler zu beheben. Tatsächlich gehört die Funkverbindung per Satellit mit jedem vermieteten Fahrzeug zur Grundausrüstung des Ritterhuder Unternehmens, das Maschinen für den Tief-, Wasser- und Straßenbau im gesamten nordwestdeutschen Raum vermietet und verkauft.
Auf dem Firmengelände an der Straße Moormannskamp stehen nur einige wenige Radlader und Bagger. Für Kähler-Gesellschafter und Geschäftsführer Bernard Tecklenborg ein gutes Zeichen. Ein leerer Hof ist beredter Beweis dafür, dass ein sorgfältig ausgewähltes Fahrzeug- und Maschinensortiment bei der Kundschaft auf positive Resonanz stößt. Anders formuliert: Das Geschäft floriert, das Ritterhuder Unternehmen mit seinen mehr als 80 Mitarbeitern hat sich am Markt behauptet.
Seit 40 Jahren im Geschäft
Und das schon seit nunmehr gut 40 Jahren. Gegründet im Jahre 1969, hat sich Kähler Baumaschinen zu einer festen Größe in der Branche entwickelt. Die Idee für das spezielle Mietgeschäft stammt aus den USA. Weil nicht jedes Tiefbauunternehmen für jeden Auftrag eigenes Gerät unterhalten kann, ist Kähler unter dem Slogan "rent2move" im Geschäft für das passende Mietgerät tätig. Vermittelt wird gleichsam alles, was im Tief- und Straßenbau, im Garten- und Landschaftsbau, in der Entsorgung und Recyclingwirtschaft benötigt wird: Geräte vom Platten- und Steinschneider, über den Vibrationsplattenstampfer und Minibagger bis zum Radlader und Teleskoplader.
Zur Veranschaulichung präsentieren Bernard Tecklenborg, Marketingleiterin Anja Konrad und Verkaufsexperte Dave Harwarth im Konferenzraum Miniaturmaschinen und -fahrzeuge.
Stellen die Weichen für die Zukunft des Ritterhuder Unternehmens: Marketingleiterin Anja Konrad, Geschäftsführer Bernard Tecklenborg und Exportleiter Dave Harwarth (Bildnachweis: Klaus Grunewald)
Der Mann mit dem englischen Wurzeln steht für das zweite Standbein des Unternehmens: Kähler ist über seine CASECON-Organisation in Norddeutschland auch für den Verkauf und Vertrieb von CASE-Baumaschinen tätig. Eine vor 125 Jahren gegründete Firma mit Sitz in den USA.
Überhaupt dominieren ausländische Marken auf dem Markt, auf dem die Ritterhuder erfolgreich agieren: Schweizer, Italiener, Tschechen, Japaner, US-Amerikaner. Deutsche Traditionsfirmen wie Demag, O&K oder Krupp haben den Anschluss verpasst und ihre Werke dicht gemacht. Ob CASECON-Baumaschinen oder rent2move - Kähler ist mit Niederlassungen zwischen Ritterhude, Leer, Stralsund, Cappeln, Hannover, Schwerin und Berlin vertreten. Ob Erdbewegung, Materialumschlag, Tief- oder Hochbau, Spezialanwendungen in der Bauwirtschaft oder landwirtschaftsnahe Dienstleistungen - das Unternehmen aus der Hammegemeinde kann mit einem ausgewählten Maschinensortiment von rund 1000 Einheiten aufwarten.
Den Jahresumsatz der Unternehmen beziffert Bernard Tecklenborg zwischen 30 und 35 Millionen Euro. Er setzt auch in Zukunft auf Kundenzufriedenheit und Partnerschaft. nd auf eine zukunftsorientierte Unternehmensstrategie. Dazu gehört zum Beispiel angesichts enormer Umweltschäden eine verbesserte Technik der Bodenaufbereitung. Wenn der Kähler-Geschäftsführer nach dem Aktionsradius seines Unternehmens gefragt wird, spricht er vom NDR. Und meint den "Nord-Deutschen Raum", der natürlich auch Verbreitungsgebiet des Hamburger ARD-Sender ist.
Und wenn in Bremervörde, Minden oder Wallhöfen mal ein Radlader oder Teleskoplader über Funk technische Probleme signalisiert, schwingt sich einer der 35 Servicekräfte hinters Steuer eines Werkstattwagens und düst los.
Stefan Ullrich und Rainer Plate sind seit 30 bzw. 22 Jahren bei Kähler. Haudegen, die sämtliche Betriebsabläufe aus dem Effeff kennen und von deren Erfahrung auch die Auszubildenden profitieren:
Zwölf bis 15 lernen bei Kähler jedes Jahr die spezielle Welt der Baumaschinen und -geräte kennen.

Rainer Plate (links) und Stefan Ullrich haben als langjährige Mitarbeiter an der Erfolgsgeschichte der Firma Kähler am Ritterhuder Moormannskamp mitgeschrieben (Bildnachweis: Klaus Grunewald)